Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Weizenbaum-Institut/Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) © Wolfgang Borrs

 

Von Prof. Dr. Jeanette Hofmann.

In seinem Werk „Seeing Like a State” beschreibt der USAnthropologe und Politologe James Scott anhand historischer Beispiele, wie Staaten die Gesellschaft lesbar machten. Eines dieser Projekte war etwa die Besteuerung der deutschen Forstwirtschaft. Weil man keine Referenzwerte und Erfahrung hatte, begannen Statistikerinnen und Statistiker mit Erhebungen zum Bestand und der wirtschaftlichen Verwertung der Wälder. Ein weiteres Beispiel bildet Frankreich um das 17. Jahrhundert: Da von Region zu Region unterschiedliche Gewichtseinheiten verwendet wurden, führte der zentralistische Staat Standards ein, um seine Untertanen leichter besteuern zu können.

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Von Dr. Thilo Weichert, Netzwerk Datenschutzexpertise.

Meine Forschungs- und Publikationsarbeiten innerhalb des Smart-Data-Projekt-Kontextes – wie auch darüber hinausgehend – beschäftigen sich mit der Frage, welcher Regulierung konkrete Big-DataAnwendungen bedürfen. Waren die ersten Jahre der rechtlichen Diskussion von Grundsatzfragen bestimmt, etwa die Rolle von Datensparsamkeit, Anonymisierung, Zweckbindung und Betroffeneneinwilligung bei Smart Data, so steht nun die Frage im Vordergrund, wie trotz des strukturellen Konfliktes zwischen Big Data und dem Grundrecht auf Datenschutz in konkreten Anwendungsfeldern Analytics umfassend genutzt werden kann, ohne dass dabei der digitale Grundrechtsschutz aufgegeben wird.

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„Big Data“ – ein viel diskutiertes Thema: In immer mehr Bereichen unseres Lebens werden Daten erhoben, gespeichert und verarbeitet. Im April 2018 trafen sich Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf den Big Data Days, einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Diskutiert wurden hier aktuelle Forschungsfragen sowie ethische und rechtliche Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft im Big Data Kontext gegenübersieht.  Auf Basis dieses Austauschs entstand im Nachgang der Debattenband „Big Data, Smart Data – next?“. Natürlich spielt auch hier das hochaktuelle und vielfältig diskutierte Thema des Datenschutzes eine große Rolle, dem sich der Debattenband aus unterschiedlichen Perspektiven nähert.

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Prof. Dr. Beatrix Weber, Hochschule Hof © Wolfgang Borrs

 

Von Prof. Dr. Beatrix Weber.

Datenschutz und Datensicherheit sind immer wieder zentrale Herausforderungen für Unternehmen – daran hat sich in den vergangenen Jahren nichts geändert. Verändert hat sich allerdings unsere Ausgangsposition, wenn wir über Datenschutz und Datensicherheit sprechen. Mit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung hat sich die mediale Aufmerksamkeit und der Wissensstand zum Datenschutz, auch in der Industrie, enorm erweitert. Verschiedene Leitfäden, insbesondere der Landesdatenschutzbeauftragten, des Bitkom und anderer Verbände, helfen hierbei.

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Von Dr.-Ing. Nico Rödder.

Mit der Anwendung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) seit dem 25. Mai 2018 werden zahlreiche bestehende Konzepte des deutschen Datenschutzrechts ergänzt und erweitert. So wird das in Deutschland stetig novellierte Konzept der „Datensparsamkeit“ durch das der „Datenminimierung“ der DSGVO ersetzt. Nach Einschätzung von Experten ist dieser Begriff wesentlich weiter gefasst, da insbesondere nicht mehr nur notwendige Daten gesammelt werden dürfen, sondern auch darüber hinaus gehende Daten, die in Zukunft erforderlich sein könnten. Dies geht mit Forderungen von Politikern in ganz Europa einher, die die Datensparsamkeit als Hindernis für die Weiterentwicklung von Datenverarbeitungstechnologien sehen.

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Monika Menz, Vossius & Partner © Wolfgang Borrs

 

Von Monika Menz.

Big Data und Datenschutz scheinen ein auf den ersten Blick unversöhnliches Begriffspaar zu sein. Tatsächlich kann aber die Auflösung des Konflikts zwischen diesen beiden dazu führen, dass aus Big Data Smart Data wird. Auch die gerade im Zusammenhang mit Big Data oft gescholtene Europäische Datenschutz-Grundverordnung ((EU) 2016/679) setzt hier nicht nur den zu beachtenden gesetzlichen Rahmen, sondern kann auch für Big Data positive Impulse setzen.

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Dr. Marlene Willkomm, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR © Wolfgang Borrs

 

Von Dr. Marlene Willkomm.

Als Konsortiumsmitglied im Smart-Data-Projekt sd-kama kann ich mich noch gut daran erinnern, dass wir zu Beginn unserer Arbeit sehr naiv an das Thema Datenschutz herangetreten sind: Unsere Vorstellung war es, innerhalb des ersten Monats ein datenschutzkonformes Gesamtkonzept für unser Projekt zu entwerfen. Schnell hat sich gezeigt: Das sollte eine fixe Idee bleiben.

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Andreas Wesselmann, SAP © Wolfgang Borrs

 

Von Andreas Wesselmann.

Wir reden heute nicht mehr über Daten an sich und wie mit dem besten Algorithmus die Daten verarbeitet werden können. Es geht inzwischen darum: Wie machen wir aus den Daten wertvolle Informationen? Wie analysieren wir diese Informationen, wie machen wir daraus Innovationen und vor allem: Wie generiert man daraus einen Wettbewerbsvorteil?

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Astrid Ullwer, FZI Forschungszentrum für Informatik © FZI Forschungszentrum für Informatik

 

Von Astrid Ullwer.

Wenn wir über neue Technologien und ihre Auswirkungen auf unser Leben diskutieren, bestimmen bereits seit einigen Jahren vor allem Fragestellungen rund um die massenhafte Erhebung und Auswertung von Daten die Debatten. Das Phänomen Big Data verspricht einerseits Wirtschaft und Industrie optimierte oder sogar vollkommen neue Wertschöpfungsprozesse, beunruhigt  andererseits aber unter anderem Verbraucher- und Datenschutzorganisationen, indem es per se bisher als unverrückbar geltende ethische Standards in Frage stellt.

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Andrea Martin, IBM Deutschland © Wolfgang Borrs

 

Von Andrea Martin.

Werden wir Treibende oder Getriebene der Technologien sein? Diese Frage wird sich durch unsere Innovationskraft entscheiden – zum einen im Kontext des globalen Wettbewerbs, zum anderen aber auch durch unseren Mut, Innovationen tatsächlich anzunehmen und umzusetzen.

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