„Big Data“ – ein viel diskutiertes Thema: In immer mehr Bereichen unseres Lebens werden Daten erhoben, gespeichert und verarbeitet. Im April 2018 trafen sich Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf den Big Data Days, einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Diskutiert wurden hier aktuelle Forschungsfragen sowie ethische und rechtliche Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft im Big Data Kontext gegenübersieht.  Auf Basis dieses Austauschs entstand im Nachgang der Debattenband „Big Data, Smart Data – next?“. Ausgewählte Beiträge des Debattenbandes werden hier sukzessive veröffentlicht. Natürlich steht Ihnen auch der gesamte Debattenband als kostenfreier Download zur Verfügung.

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Prof. Dr. Peter Dabrock, Deutscher Ethikrat © Wolfgang Borrs

 

Von Prof. Dr. Peter Dabrock.

In meiner Position als Vorsitzender des Ethikrates bemühe ich mich, ethische Ansätze so allgemein zu formulieren, dass sie zur Förderung des öffentlichen Vernunftgebrauchs beitragen. Es ist nicht mein Verständnis von Ethik, generell vorzuschreiben, in welche Richtung wir zu gehen haben. Die erste Aufgabe der Ethik sollte die Distanznahme gegenüber moralischer Verstärkung von individuellen oder gesellschaftlichen Entscheidungen sein. Im Hinblick auf die Frage, wie wir in der digitalen Gesellschaft leben werden, sehen wir eine Menge an aufkommenden Fragen, die  gesellschaftlicher und verantwortungsethischer Natur sind: Geht uns die Arbeit aus? Können wir Freiheit und Kreativität wahren? Wie werden Liebe, Fürsorge und Solidarität unter der  Entgrenzung von Raum und Zeit neu definiert? Und mit Blick auf dieses existenzielle Thema: Wie verändert sich unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit? Hierbei handelt es sich um typische Sorgenfragen.

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Prof. Dr. Volker Markl, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz © TU Berlin

 

Von Prof. Dr. Volker Markl.

Daten werden oftmals als „das neue Öl“ bezeichnet. Öl ist allerdings ein Rohstoff, der sich verbraucht. Daten stehen dagegen unerschöpflich für Analysen zur Verfügung, sie verbrauchen sich nicht. Ein besserer Vergleich wäre demnach: Daten sind der neue Humus. Aus ihm erwächst etwas Neues, entwickeln sich neue Technologien, Prozesse, Ideen. Daten sind neben Boden, Arbeit und Kapital zum wichtigen Produktionsfaktor geworden, vielleicht sogar zum wichtigsten. Um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein, brauchen wir diesen Rohstoff beziehungsweise Produktionsfaktor. Ohne ihn werden wir zukünftig nicht mehr wettbewerbsfähig sein. Wie kann nun sichergestellt werden, dass wir diesen Rohstoff in Deutschland und in Europa zukünftig auch ausreichend zur Verfügung haben werden?

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Viel konnte bereits erreicht werden, einiges bleibt zu tun: Ein Rückblick auf die Big Data Days 2018 Quo vadis Big Data – unter diesem Motto begannen die Big Data Days am 11. April im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas, Leiter der Abteilung „Schlüsseltechnologien – Forschung für Innovationen“ im BMBF, gab in seiner Eröffnungsrede einen Einblick in die zahlreichen Aktivitäten des Ministeriums im Bereich Machine Learning, Big-Data-Analysen und Künstlicher Intelligenz, und

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Deutschlands Energiesystem befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, um die Energiewende erfolgreich zu vollziehen. Während früher wenige, große Kraftwerke den Energiebedarf deckten, geht der Trend inzwischen hin zu einer dezentralen Energieversorgung durch zahlreiche kleinere Energieproduzenten. Damit verbunden sind neue Anforderungen an das Netz, Speicherkapazitäten und Energiemanagement. Diese Herausforderungen können mithilfe von Smart Data, also dem intelligenten Einsatz von Daten, gemeistert werden.

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Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft umfassend und nachhaltig. Dabei wandeln sich nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sondern auch die Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen, sowie das Verhältnis zu Anwendern beziehungsweise Kunden. In diesem Kontext stellt sich die Frage der unternehmerischen Verantwortung im digitalen Zeitalter ganz neu. Der Ruf nach einer neuartigen Corporate Social Responsibility in Form einer Corporate Digital Responsibility wird dabei immer lauter. Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert engagieren sich Unternehmen sozial und

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Welche digitalen Innovationen werden die Zukunft prägen? Wie gestalten Förderprojekte diese Zukunft schon heute? Welche Herausforderungen bergen neue Entwicklungen im Hinblick auf den Datenschutz? Dies waren nur einige der Fragen, die bei dem gemeinsamen Symposium „Digitale Zukunft konkret“ der Technologieprogramme Smart Data und Smart Service Welt I & II des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie am 20. und 21. November in Berlin diskutiert wurden. Das Symposium ermöglichte durch Workshops und Diskussionen einen intensiven Austausch der

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Vom PC über den Laptop, das Tablet bis zum Smartphone – sowohl im Alltag, als auch im Berufsleben ist heute eine Vielzahl von Geräten im Einsatz und wird zur Kommunikation mit Freunden, Mitarbeitern oder Kunden genutzt. Auch in Handwerksunternehmen gehört eine entsprechende digitale Ausstattung längst zum Standard: 99 Prozent der Betriebe verfügen über mindestens eins der aufgezählten Geräte. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie „Digitalisierung im Handwerk IT-Einsatz für mehr Effizienz entlang der Prozesskette“, die im Rahmen des Smart-Data-Projekts ExCELL entstanden.

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Der Austausch und die Speicherung personenbezogener Daten sind Bestandteil der Nutzung vieler Internetdienstleistungen, ob beim Einkauf über einen Webshop oder bei der Online-Buchung eines Termins in einer Arztpraxis. Wichtig ist, dass diese Daten in sicheren Händen und vor Missbrauch geschützt sind. Ab Mai 2018 wird der Austausch personenbezogener Daten im Rahmen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) neu geregelt. Die DSGVO schreibt dabei u. a. das Einholen einer verständlich formulierten Einwilligung der betroffenen Personen, ein Widerspruchsrecht und eine Informationspflicht bei Weitergabe der Daten vor. Es bedarf daher einer Technologie, die sowohl Bürgern als auch Unternehmen einen möglichst sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten ermöglicht und die Anforderungen der DSGVO erfüllt.

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